Archiv für die Kategorie „Presse“

Mietauto ist kein „Jahreswagen aus erster Hand“

Dienstag, 31. August 2010


Falsche Vorstellungen geweckt

Wer ein ehemaliges Mietauto verkauft, darf es nicht als „Jahreswagen aus erster Hand“ mit nur einem Vorbesitzer anpreisen. Das wecke falsche Vorstellungen, hat das Oberlandesgericht Hamm in einem am Montag veröffentlichten Urteil (Az.: I-4 U 101/10) entschieden.

Mietfahrzeuge würden von Fahrern mit wechselndem Temperament, Fahrfähigkeiten und Sorgfaltseinstellungen benutzt, dies habe Auswirkungen auf die Verschleißteile und den Pflegezustand, erläuterte eine Gerichtssprecherin.

Eine Händlerin hatte im Internet ein Auto mit der Beschreibung „Jahreswagen – 1 Vorbesitzer“ und „1. Hand“ angeboten. Es war von zwei Mietwagenfirmen genutzt worden.

(Quelle: kfz-betrieb.vogel.de)

Sicherungsabtretung an Autovermieter ist rechtens

Dienstag, 31. August 2010

Amtsgericht bestätigt Schwacke mit Verweis auf BGH
Das Amtsgericht Riesa hat in einem Urteil vom 10. November 2009 im Zuge eines Mietwagenkosten-Urteils auch weitere erbrachte Nebenleistungen eines Autovermieters als ersetzungsfähig eingestuft. Kosten für die Haftungsreduzierung bzw. Zustellung und Abholung sind aus Sicht des Gerichts selbstverständlich noch nicht im Grundtarif mit enthalten. Zudem stellt das Urteil eine weitere Bestätigung des Schwacke-Automietpreisspiegels dar (AZ: 5 C 711/08).

Im vorliegenden Fall hatte der Geschädigte eines Kfz-Haftpflichtschadens für den Zeitraum des unfallbedingten Ausfalls seines Kfz einen Mietwagen in Anspruch genommen. Die unfallgegnerische Versicherung kürzte allerdings die Mietwagenkosten. Aufgrund einer Sicherungsabtretung klagte der Autovermieter auf die Differenz.

Dieser Klage gab das Amtsgericht Riesa statt und verurteile die Versicherung auf Zahlung von weiteren 1.089,59 Euro Mietwagenkosten. Dazu ging das Gericht davon aus, dass Schadensersatzansprüche durch den Geschädigten an die Klägerin wirksam abgetreten wurden. Nach jahrelanger Praxis und einhelliger Rechtssprechung aller Gerichte sei eine solche Abtretung auch zum Zwecke der Sicherung von Ansprüchen des Autovermieters möglich.

Schwacke durch BGH bestätigt
Weiterhin stellt das Gericht fest, dass der Geschädigte vom Unfallgegner nach einem Verkehrsunfall regelmäßig auch die angefallenen Mietwagenkosten in erforderlicher Höhe verlangen darf. Die erforderlichen Kosten sind anhand einer Schadensschätzung gem. § 287 Absatz 1 ZPO zu ermitteln. Als Schätzgrundlage sei seit langem der Schwacke-Mietpreisspiegel anerkannt. In dieser Frage schlossen sich die Richter insbesondere der Entscheidung des BGH vom 24.06.2008, VI ZR 234/07 an, in welcher der BGH den Schwacke-Automietpreisspiegel bestätigte.

Allgemeinen Angriffen gegen diese Schätzgrundlage ging das Amtsgericht nicht nach. „Die Tatsache, dass es eine Fraunhofer-Erhebung gäbe, reiche nicht aus, zu dem Schluss zu gelangen, die Datenerhebung des Schwacke-Verlages sei nicht auf objektiver Grundlage erfolgt“, urteilten die Richter.

In Anlehnung an die oberinstanzliche und höchstinstanzliche Rechtsprechung, insbesondere die Rechtsprechung des BGH, schätzten sie sodann die erforderlichen Mietwagenkosten anhand des Schwacke-Automietpreisspiegels unter Berücksichtigung von Nebenleistungen wie Haftungsbefreiungskosten bzw. Zustellung und Abholung.

(Quelle: suedkurier.de)

Avis lanciert neue Website für umweltbewusstes Fahren

Dienstag, 31. August 2010

Aktuelle Umfragen zeigen, dass die Sorge um die Umwelt trotz Rezession weiterhin eine hohe Priorität geniesst. Aus diesem Grund hat Avis, eine der führenden Autovermietungen, eine neue Website kreiert, um die eigene ökologische Vergangenheit, aktuell laufende CarbonNeutral-Projekte sowie Tipps für umweltbewusstes Fahren zu kommunizieren. Bereits 1997 war Avis die erste Autovermietung, die den Status CarbonNeutral® erhielt. Um den Weg in eine ökologischere Zukunft zu ebnen, wurde nun „Avis – Making the World a Little Greener“ lanciert.

Aktuelle Umfragen zeigen, dass 64% der Europäer sich Gedanken machen, welchen Beitrag sie zum Schutz der Umwelt leisten können. Vor drei Jahren taten dies erst 55%. Dieselbe Studie zeigt auch, dass von Unternehmen ein ethischer Umgang erwartet wird, wobei die aktuelle Rezession keine Entschuldigung ist, den Fokus von umweltbewusstem Handeln abzuwenden. Eine deutliche Mehrheit von 80% der Europäer findet es zudem angemessen, dass Unternehmen bestraft werden, wenn sie nicht ihren Teil zum Umweltschutz beitragen.

Die Ergebnisse werden auch von einer Pan Europäischen Studie gestützt, welche Avis Ende 2009 bei 10’000 Europäern durchgeführt hat. In Europa äusserten 45%, in der Schweiz sogar 49% den Wunsch, den eigenen negativen Einfluss auf die Umwelt, der beim Reisen entsteht, zu minimieren.

Wolfgang Neumann, Group Commercial Director, bemerkt hierzu: „Als führende Autovermietung in Europa haben wir schnell realisiert, dass viele unserer Kunden Bedenken haben, wenn es um die Umwelt geht, und dass es wichtig ist, neue und umweltbewusste Wege einzuschlagen.“ Um das langfristige Engagement von Avis deutlich zu machen, wurde die neue Website kreiert.

Die neue Website zeigt beispielsweise, was Avis in der letzten Dekade getan hat, um aktiv Emissionen und Abfall zu reduzieren. Die Website stellt auch die Arbeiten dar, die Avis zusammen mit Partnern wie The CarbonNeutral Company durchgeführt hat, um die Auswirkungen der eigenen Tätigkeiten sowie der Reisen ihrer Kunden auf die Umwelt minimieren. So hat Avis bis heute 156’848 Tonnen CO2 kompensiert – das meiste davon durch erneuerbare Energien, das Auffangen von Methangas und Aufforstungsprojekten in verschiedenen Ländern. Diese Menge CO2 entspricht etwa jener, die durch 46’000 Hin- und Rückflüge zwischen London und Südafrika oder durch 87’000-faches Abfahren der Grossen Mauer von China freigesetzt wird.

Die neue Website stellt zudem Tipps für Reisende zur Verfügung, die zeigen, wie man den eigenen CO2-Fussabruck reduzieren kann. Neu bietet Avis Privatkunden in der Schweiz die Möglichkeit, die durch ihre Automiete entstandenen Emissionen mit einem Betrag von CHF 2.- pro Miete zu neutralisieren und dem Treibhauseffekt entgegenzuwirken.

Avis wechselt in regelmässigen Abständen die gesamte Flotte aus. Dies stellt sicher, dass stets die neusten, emissionsarmen Modelle zur Verfügung stehen. Zusätzlich werden die Wagen wo immer möglich mit aufgefangenem und rezykliertem Regenwasser gewaschen.

(Quelle: dailynet.de)

Avis Europe fährt wieder Gewinn ein – Ausblick unverändert

Dienstag, 31. August 2010

Der Autovermieter Avis Europe ist dank neuer Kundenverträge und Kosteneinsparungen im ersten Halbjahr wieder in die Gewinnzone gefahren.

Der zugrundeliegende Vorsteuergewinn belief sich in den ersten sechs Monaten auf rund 300.000 Euro nach einem Verlust von 13,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die Einnahmen aus dem Verleihgeschäft legten um 1,1 Prozent auf 539 Millionen Euro zu. Die Nettoverschuldung ging bis Ende Juni auf 786 Millionen Euro zurück. Beim Ausblick blieb das Management aber zurückhaltend und bekräftigte lediglich seine Prognose.

An der Londoner Börse reagierten die Anleger positiv auf die Nachricht: Avis-Europe-Aktien legten im Vormittagshandel 0,5 Prozent zu.

(Quelle: reuters.com)

Sixt zum Autovermieter des Jahres 2010 gekürt

Dienstag, 31. August 2010

Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) hat Sixt zum „Autovermieter des Jahres 2010“ gekürt. Deutschlands größter Autovermieter sicherte sich zum wiederholten Mal den Gesamtsieg bei der Wahl durch das bekannte Marktforschungsinstitut.

Laut DISQ fährt man bei Sixt vor allem dann am besten, wenn es um die besten Konditionen aller großen deutschen Mietwagenanbieter geht. „Das Unternehmen aus Pullach überzeugte vor allem durch die günstigsten Preise, insbesondere beim Kleinwagenangebot“, heißt es in der Pressemitteilung von DISQ.

DISQ-Geschäftsführer Markus Hamer rät allen Kunden, beim Preis genau hinzuschauen: „Die hohen Preisaufschläge von durchschnittlich 50 Prozent zwischen günstigstem und teuerstem Anbieter zeigen, dass sich ein Angebotsvergleich immer lohnt“.  Neben der Frage nach den besten Konditionen punktete Sixt bei den Testern auch in wichtigen Bereichen wie Unternehmensauftritt im Internet (www.sixt.de), Beratung, Service, sowie der Bereitstellung spezieller Informationen.

DISQ führte die Studie im Auftrag des bekannten Nachrichtensenders n-tv durch, der die Ergebnisse vor kurzem im Rahmen seiner Sendereihe n-tv Ratgeber vorstellte.

(Quelle: sixtblog.de)

Car-Sharing: 2 neue Projekte

Dienstag, 31. August 2010

Projekt startet am 1. September
Was in Großstädten längst etabliert ist, hält am 1. September auch in Wolfratshausen und Umgebung Einzug: das Car-Sharing, englisch für „Autoteilen“.

Bürgern, Kommunen und Unternehmen im Nordlandkreis werden ab September fünf Fahrzeuge zur gemeinsamen Nutzung angeboten: ein Opel Corsa, ein Fiat Punto, ein Fiat Bravo mit Autogas-Antrieb, ein Fiat Panda mit Erdgas-Antrieb und ein Opel Astra Cabrio.

Und so funktioniert’s: Die Gesellschaft stellt die Wagen zur Verfügung, die dann gegen Gebühr geliehen werden können. Sie kümmert sich um nahezu alles, was Fahrzeughalter sonst selbst machen müssen: Steuer, Versicherung, TÜV, Reinigung, Reifen- und Ölwechsel.

Der Unterschied zum Mietwagen besteht darin, dass sich Nutzer nur einmal anmelden müssen und dann immer wieder ein Fahrzeug leihen können.

Zwei neue Standorte für Carsharing in Leipzig geplant – Stadtverwaltung gibt grünes Licht
Für das sogenannte Carsharing stehen in Leipzig künftig vier neue Stellplätze an zwei Standorten zur Verfügung. Am Nordplatz, Ecke Roscherstraße, sowie in der Arndtstraße, Ecke Wundstraße, sollen die neue Stationen privater Anbieter entstehen. Dafür gab Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) am Dienstag grünes Licht. Die neuen Standorte sollen sich nach Angaben der Stadt zunächst in einer einjährigen Testphase bewähren.

Immer mehr Sachsen nutzen Carsharing-Angebote als Alternative zum eigenen Auto. Wie eine Anbieterumfrage ergab, greifen neben Privatpersonen auch gewerbliche Kunden auf die Möglichkeit zurück, sich ein Auto mit anderen Nutzern zu teilen

Das Interesse am Carsharing erklären die Anbieter vorrangig mit den hohen Kosten für einen privaten Wagen – von der Anschaffung, über die Wartung bis zu den Benzinkosten. Aber auch Umweltaspekte spielten eine Rolle, hieß es. Nach Ansicht der Leipziger Stadtverwaltung stelle Carsharing eine ökologisch sinnvolle Alternative für den individuellen Autoverkehr dar, da es die Schadstoffbelastung verringern können.

(Quellen: merkur-online.de & lvz-online.de)

Dienstwagen fahren auf der Überholspur

Dienstag, 24. August 2010

Die Unternehmen in Deutschland kaufen wieder mehr Firmenfahrzeuge. Der Trend wird anhalten

Der deutsche Automarkt ist gespalten: Bei den Käufen von Privatleuten herrscht nach wie vor Flaute, bei Firmenwagen aber gibt es einen regelrechten Boom. “Jetzt investieren die Unternehmen wieder, es gibt auch wieder mehr Dienstreisen”, meint Ferdinand Dudenhöffer, Professor für Automobilwirtschaft an der Universität Duisburg-Essen. Im vergangenen Jahr dagegen “wurde überall gespart, da hat niemand an den Kauf eines neuen Firmenwagens gedacht”, erklärt der Autoexperte. Anders bei Privatfahrzeugen: noch im vergangenen Jahr hatte die Abwrackprämie (“Frau Merkel hat fünf Milliarden Euro verbrannt”) den Markt angeheizt. Insgesamt werden dieses Jahr in Deutschland etwa 2,9 Millionen Autos neu zugelassen, “das schlechteste Jahr seit der Wiedervereinigung”, meint Dudenhöffer.

Umso wichtiger ist daher für die Hersteller, dass wenigstens die Nachfrage nach Dienstwagen ständig und stabil steigt. Allein in den vergangenen drei Monaten kauften Unternehmen 17 900 neue Fahrzeuge, zwölf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. “Das Tempo der Anschaffungen von Neuwagen steigt in den nächsten Monaten weiter”, sagt der Autoexperte vorher. Bereits von Januar bis Juli kauften Firmen knapp 351 500 Fahrzeuge, bis zum Ende des Jahres stehen nach Dudenhöffers Meinung 646 000 neue Karossen auf den Parkplätzen für Firmenfahrzeuge. Zum Vergleich: im noch guten Jahr 2008 kauften Unternehmen etwa 690 500 neue Autos. Im kommenden Jahr wird dieser Wert mit 700 000 verkauften Firmenwagen nach Meinung des Experten sogar übertroffen.

Behält Dudenhöfffer mit seiner Vorhersage recht, wird in Deutschland in diesem Jahr mit Firmenfahrzeugen ein Umsatz von 20 Milliarden Euro erreicht, drei Milliarden Euro mehr als im vergangenen Jahr. Das bringt den Herstellern nach Schätzung des Automobilprofessors einen zusätzlichen Gewinn von 200 Millionen Euro – ohne das Geschäft der Autobanken mit Finanzierungen. Jedes fünfte in Deutschland verkaufte Auto ist nach den Angaben von Dudenhöffer ein Firmenwagen. Für die deutschen Hersteller ist der Boom in diesem Bereich besonders erfreulich – Firmen kaufen eher höherwertige Fahrzeuge als Privatleute. Dies aus Prestigegründen, aber auch wegen des höheren Wiederverkaufswerts, wie Dudenhöffer erklärt. Bei den Neuzulassungen insgesamt kommen 60 Prozent der Autos aus Deutschland, bei Firmenwagen stammen dagegen drei Viertel von Herstellern aus dem Inland. Auch bei den einzelnen Autobauern drehen sich dabei die üblichen Verhältnisse teilweise um: Das meistverkaufte Fahrzeug der Marke VW ist der Golf, bei den Firmenwagen aber dominiert der größere Passat. Die kleineren Firmenwagen, wie sie etwa Renault oder Peugeot im Programm haben, sind oft Lieferwagen für Handwerker.

Auch im Geschäft mit der Vermietung von Autos sei die Wirtschaftskrise des Jahres 2009 überwunden, meint der Fahrzeugexperte. Bis zur Jahresmitte haben Autovermieter nach seinen Angaben knapp 170 240 Fahrzeuge zugelassen, bis zum Ende des Jahres dürften 302 000 Neuzulassungen durch Vermieter erreicht werden. Dies wären fast 60 000 Fahrzeuge mehr als im vergangenen Jahr. Allerdings: der Wert von 2008 mit 318 360 Fahrzeugen wird noch nicht wieder erreicht. Auch die Autovermieter reagieren nach Dudenhöffers Ansicht mit ihren Neuzulassungen auf die wieder steigende Zahl von Geschäftsreisen. Mit Firmenkunden machen die Vermieter das größte Geschäft. Bei den Wagen, die von Vermietern gekauft werden, gilt Ähnliches wie bei den Autos, die Firmen erwerben: die deutschen Hersteller dominieren. Die Marge für ist zwar dünn, aber Verkäufe an Vermieter werden offenbar auch als Marketinginstrument gesehen.

(Quelle: stuttgarter-zeitung.de)

Der rebellische Herr Sixt

Dienstag, 24. August 2010

Erich Sixt ist mit seiner Autovermietung wieder auf die Erfolgsspur eingebogen. Gleichwohl hadert der knorrige Unternehmer mit dem Staat, den Aktionären und sogar mit manchem Großkunden

Einer der erfolgreichsten deutschen Unternehmer ist mit 66 Jahren kämpferisch wie eh und je. Erich Sixt will gegen die beschlossene Umstellung der Rundfunkgebühren von einer Abgabe pro Gerät auf Entgelte pro Haushalt und je Geschäftsfahrzeug vorgehen. Die Vorlage seiner Quartalsergebnisse würzt Sixt mit einer Ankündigung. Deutschlands Autovermieter Nummer eins droht mit einer Verfassungsklage.

Sixt wurmt es, dass der Fahrer eines Mietwagens ein zweites Mal an die Gebühreneinzugszentrale GEZ zahlen soll, obwohl er für sein eigenes Firmenfahrzeug bereits monatlich 5,99 Euro abliefern muss. Zumal die Gebühren für die Autos in der Regel zusätzlich zur Abgabe für einen Haushalt geleistet werden.

Der Mietwagen-Unternehmer sieht gute Chancen für eine Verfassungsklage noch aus zwei anderen Gründen: Erstens muss die Gebührenänderung ertragsneutral erfolgen. Sixt hat aber auf der Basis öffentlich zugänglicher Statistiken ausgerechnet, dass die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten durch die Änderung des Gebührensystems Mehreinnahmen “von mehr als 1,2 Milliarden Euro pro Jahr” erhalten werden.

Keine Gleichbehandlung

Dabei sei der ebenfalls geplante Beitrag für Betriebsstätten noch nicht eingerechnet. Er wird den Anstalten laut dem Autovermieter mindestens einen weiteren dreistelligen Millionenbetrag bringen. Es stimme daher nicht, wenn ihm die Mitglieder der Rundfunkkommission der Länder mitteilen, die finanziellen Auswirkungen der im Juni beschlossenen Reform könnten noch nicht ermittelt werden. Erich Sixt sagt: “Dies ist Unfug.”

Der Unternehmer aus Pullach bei München will seine Verfassungsklage zweitens darauf stützen, dass die neue Form der Rundfunkfinanzierung praktisch nicht umsetzbar sei. Zwar werde es gelingen, alle Haushalte zu erfassen und so auch die bisherigen Schwarzseher zur monatlichen Fernsehgebühr von 17,98 Euro heranzuziehen.

Bei den gewerblich genutzten Autos sei eine vollständige Erfassung jedoch nicht möglich. Dies gelte besonders dann, wenn Fahrzeuge sowohl privat als auch gewerblich genutzt werden. Da seine Mietwagen durchgängig als gewerbliche Fahrzeuge laufen, vermisst Sixt hier die Gleichbehandlung. Bei Sixt geht es um “einige Millionen Euro” an Rundfunkgebühren.

Rückkauf von Aktien

Nicht nur mit den Politikern hadert der knorrige Unternehmer, der 1969 in eine Firma mit 200 Mietwagen einstieg und aktuell 62.800 Fahrzeuge in seiner Flotte hat. Der Mehrheitseigner der SixtAG ist auch auf Kapitalgeber nicht sonderlich gut zu sprechen.

Die Fragen der Journalisten seien deutlich intelligenter als die der Aktionäre bei der Hauptversammlung, lästert Sixt. In seiner Telefonkonferenz erklärt er auch, warum die Sixt AG demnächst vier Prozent ihres Aktienkapitals zurückkaufen wird. Den Aktienkurs bei 22,50 Euro findet er extrem niedrig, die Marktkapitalisierung entspreche gerade einmal dem Buchwert des Unternehmens. Da biete sich ein Rückkauf geradezu an. So lasse sich das Ergebnis pro Aktie verbessern.

An diesem trüben Sommertag immerhin honorierte die Börse das Wirken von Erich Sixt. Der Aktienkurs machte zwar keinen Sprung, setzte sich aber mit einem Plus von knapp drei Prozent an die Spitze der Werte im SDax, dem Börsenindex für 50 kleinere Unternehmen (“Small Caps”). Dazu mögen auch die jüngsten Geschäftszahlen beigetragen haben, die Sixt vorzuweisen hat.

Auch manche Kunden schlecht gelitten

Die Sixt AG partizipierte am wieder auflebenden Geschäftsreiseverkehr mit einem Konzernergebnis vor Steuern von 34,8 Millionen Euro. Das war im Halbjahr bereits doppelt so viel wie im gesamten Krisenjahr 2009. Seine Zuversicht stützt Sixt auf den Trend beim Umsatz: Der stieg im zweiten Quartal deutlich stärker als in den drei Monaten davor. Dennoch warnt Sixt vor zu viel Optimismus: Im übrigen Europa laufe es noch längst nicht so gut wie in Deutschland.

Nicht nur auf Rundfunkpolitiker und Börsianer ist der nach wie vor sehr munter wirkende Sixt sauer. Auch manche Kunden mag er nicht. Von einigen hat er sich sogar getrennt: “In nicht unerheblichem Umfang haben wir Kunden nicht mehr bedient.” Für Sixt hört die Freundschaft auf, wenn er nur Umsatz macht, aber keinen Gewinn. So war es zuletzt bei der amerikanischen Armee, der Sixt bisher für 20 Millionen Euro jährlich Autos vermietete. “Hier haben wir die Niedrigpreispolitik nicht mitgemacht.”

(Quelle: sueddeutsche.de)

Bei Sixt geht es wieder aufwärts

Dienstag, 24. August 2010

Sixt spürt nach einem schwierigen Jahr 2009 wieder eine deutliche Belebung des Geschäfts. Der Aufschwung lässt die Zahl der Geschäftsreisenden wachsen und beschert damit auch Deutschlands größtem Autovermieter wieder höhere Gewinne

„Allerdings sind wir noch nicht da, wo wir es uns vorgenommen hatten“, sagte Firmenchef Erich Sixt in Pullach. Im ersten Halbjahr verbuchte der Konzern unter dem Strich einen Gewinn von 25,7 Millionen Euro. In der gleichen Vorjahreszeit hatte das Unternehmen noch einen Verlust hinnehmen müssen. Der Umsatz ging zwischen Januar und Juni allerdings um 3 Prozent auf 759,6 Millionen Euro zurück. Grund ist die eingeschlagene Strategie, „der Steigerung der Ertragskraft Vorrang vor Volumenwachstum zu geben“.

(Quelle: suedkurier.de)

Elektromobilität: Tata will zwei Elektroautos in Europa auf den Markt bringen

Dienstag, 24. August 2010

Elektroautos aus Indien auf Europas Straßen – das soll in Kürze wahr werden. Der indische Autohersteller Tata Motors will in den kommenden Monaten gleich zwei Elektroautos, einen kleinen Pkw und einen Lieferwagen, in Großbritannien und Skandinavien auf den Markt bringen

Der indische Autohersteller Tata Motors will zwei Elektroautos in Europa auf den Markt bringen. Bei den Fahrzeugen handelt es sich um einen Pkw und einen Lieferwagen. Sie sollen zuerst in Großbritannien erhältlich sein, berichtet die indische Tageszeitung The Hindu.

Kredit aus Großbritannien

Die beiden Modelle Indica Vista und Ace sollen bereits im September oder Oktober in Großbritannien erhältlich sein, sagte Ravi Kant, Vizechef von Tata Motors, der Zeitung. Die nächste Station seien die skandinavischen Länder. Großbritannien hatte Tata einen Kredit für die Entwicklung des Indica Vista gewährt. Skandinavien eigne sich, weil diese Länder zu Elektroautos tendierten und bereits entsprechende Infrastrukturen einrichteten, sagte Kant.

Der Indica Vista ist ein Kleinwagen, der Ace ein Kleinlieferwagen. Beide Fahrzeuge gibt es bereits mit einem Verbrennungsmotor. Nun will Tata Motors, eine Tochter des indischen Mischkonzerns Tata, sie auch als Elektroautos vermarkten. Über einen Preis machte Kant keine Angaben.

Derzeit testet die US-Post den elektrisch angetriebenen Ace.

(Quelle: golem.de)