Archiv für August 2009

Autoindustrie: 90.000 Arbeitsplätze gefährdet

Freitag, 28. August 2009

Abwrackprämie

In der deutschen Autoindustrie sind einer Studie zufolge trotz staatlicher Hilfen mehr als 90.000 Arbeitsplätze in Gefahr. Das Ende der Abwrackprämie wird die Zahl der Insolvenzen entlang der gesamten automobilen Wertschöpfungskette deutlich steigen lassen.

Das berichtet die Tageszeitung “Die Welt” am Freitag (28.8.) unter Berufung auf die Analyse der Unternehmensberatung Roland Berger. Besonders prekär sei die Lage der Autohändler, obwohl diese im laufenden Jahr dank der Abwrackprämie sogar mehr Autos verkaufen werden als im Jahr zuvor.

Jeder zweite Autohändler von Insolvenz bedroht

Dies sei ein Vorzieh-Effekt, sagte Ralf Landmann, Partner von Roland Berger und Autor der Studie. Dieser geförderte Effekt werde die Händler nun wie ein Bumerang treffen. “Wenn die Abwrackprämie ausläuft, ist fast jeder zweite deutsche Händler akut von Insolvenz bedroht.” Bis zu 30.000 Stellen könnten wegfallen.

Besonders große Auto-Händler seien betroffen

Landmann zufolge bedrohen Nachfragerückgänge und sinkende Renditen dabei “leider vor allem die großen Händlergruppen, die in den vergangenen Jahren eigentlich alles richtig gemacht haben”. Ausgerechnet die Unternehmen, die viel Geld in das eigene Wachstum investiert hätten, litten nun unter der Kreditklemme und müssten um ihre Existenz bangen, sagte er der “Welt”.

(Quelle: auto-motor-und-sport.de)

Elektrische Taxis für Tokio

Freitag, 28. August 2009

Better Place startet Projekt in Japans Hauptstadt

Das israelische Unternehmen Better Place startet ein neues Pilotprojekt in Tokio: Ab Januar 2010 sollen Elektrotaxis Fahrgäste durch Tokios Zentrum kutschieren. Auch eine Akkuwechselstation soll gebaut werden.

Die Luft von Japans Hauptstadt soll sauberer werden. Deshalb sollen künftig elektrisch betriebene Taxis Passagiere durch Tokio fahren. Das Projekt wird der Elektroauto-Provider Better Place zusammen mit Tokios größtem Taxiunternehmen umsetzen. In Auftrag gegeben wurde es vom Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie und der Agentur für Energie und natürliche Rohstoffe.

E-Taxis im Zentrum der Hauptstadt

Ab Januar kommenden Jahres sollen die ersten Elektrotaxis im Einsatz sein. Zum schnellen Stromtanken werden sie mit auswechselbaren Akkus ausgestattet sein. Eine Wechselstation wird im Zentrum, im Bereich Roppongi Hills entstehen. Dort soll es einen Taxistand geben, an dem die bis zu vier Elektrotaxis stationiert werden.

Ziel des Pilotprojektes sei es, Erfahrungen für den Einsatz von E-Taxis in anderen Ballungsräumen zu gewinnen, erklärte Better Place. Tokio eigene sich dazu besonders gut, weil dort deutlich mehr Taxis unterwegs seien als in vergleichbaren Metropolen wie New York oder Paris.

Schneller Akkuwechsel

Eine erste Akkuwechselstation hat Better Place im Frühjahr in der japanischen Stadt Yokohama vorgestellt. Dort demonstriert das Unternehmen, wie der unter dem Fahrzeug angebrachte Akku automatisch gegen einen vollen ausgetauscht wird. Das soll weniger als anderthalb Minuten dauern. Die Station gehört zu einem auf sechs Monate angelegten Pilotprojekt des japanischen Energieministeriums.

(Quelle: www.golem.de)

Aus für Autoverleiher Budget

Freitag, 28. August 2009

Deutscher Lizenznehmer Straub nicht zu retten -
Branche steckt im Schrumpfprozess.

Im deutschen Autovermietmarkt zeichnet sich einer der größten Umbrüche der vergangenen Jahre ab. Das Familienunternehmen Robert Straub, Nummer fünf der Branche und Lizenznehmer der Marke Budget, ist nicht mehr zu retten. Der Geschäftsbetrieb mit zuletzt 600 Beschäftigten und gut 100 Stationen wird zum 31.August stillgelegt. Fahrzeuge können weiterhin an den Budget-Stationen zurückgegeben werden, werden aber nicht mehr neu vermietet. Dies teilte jetzt der Straub-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz mit.

Mit dem Scheitern von Straub als Budget-Lizenznehmer verschwindet ein weiterer Anbieter aus der deutschen Vermietbranche. Seit Jahren schrumpft die Zahl der Marktteilnehmer. Im Jahr 2000 gab es noch knapp 800, im vergangenen Jahr waren es nur noch 540. Straubs Ende soll aber nicht das Ende für die US-Vermietmarke Budget in Deutschland sein. „Wir suchen nach einem neuen unabhängigen Investor als Lizenznehmer von Budget “, sagte eine Konzernsprecherin auf Anfrage am Donnerstag.

Branchenkenner halten es für wenig wahrscheinlich, dass ein anderer großer Autovermieter neuer Lizenznehmer wird. Letztlich könnte es auch in Deutsch-land zu einem Modell kommen, das bereits weltweit in den meisten Ländern praktiziert wird: Die beiden Autovermietungen Avis und Budget treten unter einem Dach mit einer Zweimarkenstrategie auf. Rechtlich gehören sie seit 2003 über ihre Muttergesellschaft ohnehin zusammen. Der US-Konzern firmiert als Avis Budget, tritt auf verschiedenen Kontinenten aber mit verschiedenen Strategien auf. So wird in Europa die Budget-Lizenz von Zo-diac Europe, einer Tochter von Avis Europe, vermarktet. Die Zweimarkenstra-tegie praktiziert der Konzern hier beispielsweise seit Juli in Österreich. Dass Avis nun die Budget-Lizenz ausgerechnet im größten europäischen Autover-mietmarkt an einen Hauptwettbewerber abgibt, halten Experten für sehr unwahrscheinlich. Tatsächlich gibt es bereits erste Anzeichen dafür, dass Avis und Budget auch in Deutschland enger zusammenrücken.

Damit internationale Budget-Kunden in Deutschland nicht ohne das Auto dastehen, das sie daheim gebucht haben, springen an den Flughäfen 15 Avis-Stationen mit ihren eigenen Fahrzeugen ein, erklärte die Budget-Sprecherin.

Der Unternehmer Robert Straub hatte im Herbst 2007 die Budget-Lizenz erworben – mit großen Plänen: Mittelfristig wollte er zur Nummer drei in Deutschland nach Sixt und Europcar aufsteigen. Anfang Mai musste sein Familienunternehmen Insolvenz anmelden, weil die Wirtschaftskrise zu massiven Umsatzeinbrüchen geführt hatte. Wie schwierig die wirtschaftliche Situation für Avis Budget in Europa ist, wurde am Donnerstag deutlich: Der Umsatz fiel im ersten Halbjahr um 14 Prozent auf 533 Mio. € – der Verlust stieg auf 25,8 Mio. € nach 2,7 Mio. € im Vorjahr.

Zunächst hatte es danach ausgesehen, als ob Robert Straub mit anderen Geldgebern ein Neuanfang gelingen könnte. Als großer Hemmschuh bei der Investorensuche erwiesen sich aber jetzt die Lizenzzahlungen. „Keiner der großen Wettbewerber wie Sixt, Europcar oder Hertz muss Lizenzgebühren bezahlen“, sagte Insolvenzverwalter Geiwitz am Donnerstag auf Anfrage. Allein im August sei bei Straub ein Verlust von rund 700.000 € entstanden.

Die Stilllegung sei unvermeidlich gewesen, um die Gläubiger nichtnachhaltig durch Verluste zu belasten, die bei einer Fortführung des Geschäftsbetriebs entstanden wären. Man habe fast 60 potenzielle Investoren für eine Fort-führung von Budget-Straub angesprochen und zum Teil auch umfangreiche Verhandlungen geführt, sagte Geiwitz. Doch niemand sei bereit gewesen, den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten.

 (Quelle: FTD)

Sixt kehrt in Gewinnzone zurück

Mittwoch, 19. August 2009

Nach einem Verlust zum Jahresauftakt ist Sixt im zweiten Quartal wieder in die Gewinnzone gefahren.

Erich Sixt

Erich Sixt (dpa)

Zwischen April und Ende Juni lag der Gewinn bei 4,1 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren allerdings noch gut 20 Millionen Euro erwirtschaftet worden. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank von 40,7 auf 22,4 Millionen Euro. Der Umsatz gab vor allem wegen einer Verkleinerung der Flotte um fast zehn Prozent auf 406 Millionen Euro nach. “Ich denke, wir haben uns wacker geschlagen, besonders im Hinblick auf die Ertragslage des Wettbewerbs”, sagte Vorstandschef Erich Sixt am Dienstag bei einer Telefonkonferenz.

Sixt ist derzeit auf Sparkurs, um die Auswirkungen der Rezession und die gesunkene Nachfrage nach Mietwagen zu kompensieren. Neben den Transport- und Energiekosten wird auch beim Personal gespart. “Wir haben derzeit einen faktischen Einstellungsstop”, erklärte Sixt. Außerdem sollen nicht alle freiwerdenden Stellen neu besetzt werden. Wie viele der zuletzt knapp 2.200 Arbeitsplätze auf diesem Weg wegfallen könnten, wollte der Unternehmer aber nicht beziffern. “Das ist kein großartiges Personalabbauprogramm. Das gibt es bei Sixt nicht.” Parallel hatte Sixt zuletzt außerdem die Preise erhöht. Dies sei von den Kunden meist auch akzeptiert worden. “Nur eine überschaubare Menge an Kunden folgt uns nicht.”

Deutschlands größte Autovermietung will außerdem verstärkt Internet und Automaten nutzen, um Kosten zu sparen. “Wir arbeiten intensiv an automatisierten Anmietungen”, sagte Sixt. Geplant sei, dass Kunden über Internet oder Handy einen Wagen buchen und am Abholort ihre Kreditkarte in einen Automaten stecken, der dann die Wagenschlüssel ausspuckt. Der bisher meist noch fällige Gang zum Schalter soll dann entfallen. Er rechne damit, dass auf diesem Weg künftig etwa 20 Prozent der Vermietungen abgewickelt werden könnten. Viele Kunden dürften weiter Wert auf die persönliche Ansprache am Schalter legen, so Sixt.

Deutlicher Überschuss erwartet

Dank dieser Schritte dürfte der derzeitige Erholungstrend im zweiten Halbjahr anhalten, sagte Sixt. “Ich bin für das Jahr 2009 grundsätzlich optimistisch und erwarte nach wie vor einen deutlichen Jahresüberschuss.” Für eine generelle Entwarnung sei es allerdings zu früh, warnte der Unternehmer. “Ich glaube nicht, dass die Rezession so schnell vorbeigeht.” Sixt werde seine Flotte im zweiten Halbjahr daher nochmals in derselben Größenordnung wie in den ersten sechs Monaten verkleinern, um sie der gesunkenen Nachfrage anzupassen. Sixt hatte die Zahl seiner Fahrzeuge zwischen Januar und Ende Juni in Europa um sechs Prozent auf knapp 68.000 reduziert (wir berichteten). (dpa)

(Quelle: www.autohaus.de)

Wenn die Behörden nicht zahlen wollen

Montag, 17. August 2009

“Die Behörden verlangen von mir, dass ich mich als braver Bürger verhalte – und gleichzeitig halten sie sich selber nicht an geltende Gesetze”, sagt Autovermieter Bernd S.

Was ihn ärgert: Regelmäßig bekommt er Post von den Bußgeldstellen. Jedes Mal, wenn einer seiner Kunden sich nicht an die Verkehrsregeln gehalten hat und dabei erwischt wurde, wollen die Behörden von ihm wissen: Wer war es? Für Bernd S. heißt das: Den Fahrer heraus suchen, oft Monate später. Einen Zeugenfragebogen ausfüllen und zurück schicken.

Zeugenentschädigung
Für diesen Aufwand fordert Bernd S. eine Zeugenentschädigung von 19 Euro. Er orientiert sich dabei am Zeugenentschädigungsgesetz, das einen Pauschalbetrag von 17 Euro pro angefangene Stunde für die Bearbeitungszeit nennt, außerdem eine Post- und Portogebühr von 2 Euro.

Bußgeldstellen sagen nein
Doch viele Bußgeldstellen lehnen ab. Behaupten, die Auskunft sei Staatsbürgerpflicht. Tatsache ist aber: Wenn ein Zeugenfragebogen ausgefüllt werden soll, beanspruchen die Bußgeldbehörden den Autovermieter als Zeugen. Und einem Zeugen steht laut Zeugenentschädigungsgesetz eine finanzielle Entschädigung zu für den Aufwand, den er hat. Doch viele Bußgeldstellen ignorieren das, stellen sich stur. Sie wollen offenbar sparen und grundsätzlich keine Zeugenentschädigung an Autovermieter zahlen. In manchen Bundesländern empfiehlt sogar das Innenministerium, keine Entschädigung an die Autovermieter zu zahlen. Viele Sachbearbeiter in den Behörden finden: Der Autovermieter soll den Arbeitsaufwand direkt bei seinen Kunden geltend machen.

Viele Gerichtsurteile zugunsten der Autovermieter
Dabei gibt es bundesweit eine ganze Menge Gerichtsurteile, die besagen: Die Zeugenentschädigung muss gezahlt werden. Doch Vermieter Bernd S. muss jedes Mal aufs Neue die Amtsgerichte bemühen, um zu seinem Recht zu kommen. Ein Riesenaufwand für alle Beteiligten. Manche Verfahren dauern bis zu zwei Jahre. Aber die Behörden stellen sich weiterhin stur.

Ein Massenproblem
Doch Bernd S. gibt nicht so schnell auf. Er sagt: Jeden Tag sind in Deutschland rund 150.000 Mietfahrzeuge auf den Straßen. Wenn nur ein Prozent der Mieter gegen Verkehrsregeln verstößt, müssen die deutschen Autovermieter jedes Jahr immerhin rund 500.000 Anfragen von Bußgeldbehörden beantworten. Es gehe also insgesamt immerhin um rund 10 Millionen Euro pro Jahr.

 

(Quelle: www.daserste.de)

BrandIndex – Autovermieter: Europcar schlägt Sixt

Donnerstag, 13. August 2009

In den Sommermonaten profitieren nicht zuletzt Autovermieter von der Reiselust der Deutschen. Bei der großen Auswahl an Mietwagenangeboten spielt neben dem Preis auch das Image der Anbieter eine entscheidende Rolle. Doch hier gibt es große Unterschiede, schreibt Boris Hedde von YouGovPsychonomics.

 

Europcar überzeugt mit starkem Image, AVIS abgeschlagen

Der Diebstahl des Dienstwagens von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt war für die großen deutschen Autovermieter ein gefundenes Fressen: In großangelegten Anzeigenkampagnen baten einige Anbieter der Ministerin günstige Ersatzfahrzeuge an. Doch die humorvollen Werbeaktionen können über die aktuellen Probleme der Branche nicht hinwegtäuschen: Zum einen halten sich vor allem die wichtigen Geschäftskunden mit Mietwagenbuchungen zurück, zum anderen haben Sixt und Co. mit immer höheren Kosten zu kämpfen. Eine starke Positionierung ihrer Marken ist für die Vermieter in diesen Tagen noch wichtiger als es auf dem hart umkämpften Markt ohnehin bereits der Fall ist.

In einer Imageanalyse auf Basis des Markenmonitors YouGov BrandIndex wurde nun die Markenstärke vier großer Mietwagenanbieter untersucht. Überraschendes Ergebnis: Nicht der für provokante Werbeaktionen bekannte Vermieter Sixt hat unter den untersuchten Marken das beste Image, sondern Konkurrent Europcar. Die früher zum Volkswagen-Konzern gehörende Marke ist mit derzeit 46 BrandIndex-Punkten bei den Verbrauchern von den vier untersuchten Anbietern am beliebtesten.

Mit aktuell 39 BrandIndex-Punkten erreicht der deutsche Branchenprimus Sixt zwar ebenfalls gute Werte, befindet sich damit aber lediglich auf dem zweiten Platz. Dabei spiegeln sich die viel diskutierten Werbeaktionen durchaus auch im BrandIndex wider: In der zusätzlich gemessenen Dimension „Aufmerksamkeit“ erreicht Sixt bereits seit weit über einem Jahr die besten Werte. Im Unterschied zu den langfristig orientierten Indexwerten ist die ermittelte Aufmerksamkeit der Verbraucher ein Zeichen dafür, wie intensiv eine Marke ganz aktuell wahrgenommen wird – egal ob positiv oder negativ.

Hertz und Avis insgesamt schwächer

Insgesamt schwächer schneiden die Anbieter Hertz und insbesondere Avis ab: Hertz erreicht derzeit 32 Brandindex-Punkte, der Mitbewerber Avis lediglich 21. Vor allem im Hinblick auf das von den befragten Personen bewertete Preis-Leistungs-Verhältnis können diese beiden Vermieter nicht mit Sixt oder Europcar mithalten. Weniger stark ausgeprägt sind der BrandIndex-Analyse zufolge die Unterschiede in der Dimension Qualitätswahrnehmung, wobei auch hier Europcar und Sixt am besten abschneiden.
Interessant sind die recht deutlichen Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Autofahrern: Während die Marke Europcar insbesondere bei Frauen sehr beliebt ist, machen Männer in Sachen Beliebtheit derzeit kaum einen Unterschied zwischen Europcar und Sixt.

Mit Carsharing-Angeboten Markenstärke ausbauen

Mit modernen Carsharing-Angeboten will nach Sixt bald auch Hertz neue Kundengruppen erreichen. Carsharing, also die gemeinschaftliche Nutzung eines Fuhrparks, gilt als Zukunftsmarkt. In dieser Situation wird die Markenstärke der Vermieter vermutlich noch stärker an Bedeutung gewinnen, da sie sich gegen neue Konkurrenten beweisen müssen. So ist vor kurzem auch die Deutsche Bahn mit der Marke Flinkster in den Carsharing-Markt eingestiegen.

Zur Untersuchung: Der BrandIndex ist ein Markenmonitor. Auf der Basis einer täglichen Befragung von 1000 Personen ermöglicht dieses forschungsbasierte Tool zur Markenführung tagesaktuelle Imageanalysen von über 500 Marken aus 20 Branchen.

 (Quelle: Wirtschaftswoche)

Versicherer kürzen immer häufiger Schadenshöhen

Donnerstag, 13. August 2009

Immer häufiger versuchen Haftpflichtversicherer, berechtigte Ansprüche von Geschädigten zu kürzen. Branchenkenner schätzen gegenüber auto motor und sport die Summe gekürzter Ansprüche inzwischen auf rund zwei Milliarden Euro pro Jahr in Deutschland.

Demnach sind jährlich 3,5 Millionen Haftpflichtschäden mit einem Volumen von rund 9,3 Milliarden Euro zu regulieren. 

Gängige Praxis: Die Kürzung der Werkstatt-Stundensätze

Damit kürzen die Versicherer die Schadensansprüche im Schnitt um mehr als 20 Prozent. “Die Versicherer setzen häufig den Rotstift an”, hat der Branchenkenner und Aschaffenburger Rechtsanwalt Frank Häcker festgestellt. Die gängige Praxis der Versicherer, Autofahrern zu drängen, die Schäden “gleichwertig” bei freien Vertragswerkstätten zu reparieren, führt dazu, dass die Halter ihre Garantieansprüche gefährden. Viele Hersteller schreiben die Reparatur in Markenwerkstätten vor.

Gängige Praxis ist die Kürzung der Stundensätze der Werkstatt in den Fällen, in denen das Unfallopfer den Schaden nicht reparieren lässt, sondern auf eine Auszahlung durch die Versicherung setzt. Dabei sind diese Kürzungen nicht zulässig. Der Bundesgerichtshof hat 2003 entschieden, dass ein Unfallopfer als Vergleichsmaßstab die Stundenlöhne von Vertragswerkstätten anlegen darf. In der Rechtsprechung herrscht nach diesem Urteil die Meinung vor, dass der Geschädigte sich nicht auf freie Werkstätten verweisen lassen muss.

Zunehmend ziehen Versicherer bei älteren Autos nicht nur den Restwert des Fahrzeuges von der Reparaturrechnung ab, sondern auch noch 19 Prozent Mehrwertsteuer. “Bei älteren Autos ist kein Steuerabzug möglich, weil sie auf dem seriösen Markt praktisch nicht zu haben sind”, so Rechtsanwalt Häcker. Nur bei Totalschäden neuer oder neuwertiger Fahrzeuge wie etwa Leasing-Rückläufer falle bei der Wiederbeschaffung de facto Umsatzsteuer an und könne auch abgezogen werden. Häcker: “Was auf dem Gebrauchtwagenmarkt zu haben ist, wird pauschal mit 2,2 Prozent besteuert.”

Nutzungsausfall wird häufig falsch berechnet

Ähnliches gilt auch für die Taktik der Versicherer, den Rotstift mit dem Argument “neu für alt” anzusetzen: Muss beispielsweise ein Kindersitz nach einem Unfall ausgetauscht werden, sind Helm und Lederkombi zu ersetzen oder ist die Brille zu Bruch gegangen, sind Abzüge bei der Neuanschaffung nicht zulässig. Ungerechtfertigt reduzieren die Versicherer auch den Anspruch auf so genannten Nutzungsausfall. Je nach Fahrzeugklasse stehen dem Autobesitzer täglich 27 bis 99 Euro zu – und zwar vom Tag des Unfalls an. “Häufig rechnen die Versicherungen lediglich die Reparaturzeit an”, weiß Rechtsanwalt Häcker.

(Quelle: www.auto-motor-und-sport.de)

Preiserhöhungen in der Mietwagenbranche

Dienstag, 11. August 2009

Medienberichten zufolge müssen Mietwagenkunden mit steigenden Preisen rechnen. Die Wirtschaftskrise ist auch an der Mietwagenbranche nicht spurlos vorbeigegangen: Die ersten Firmen sind pleite und rund 25.000 Mietautos gibt es derzeit weniger als im letzten Jahr. Gleichzeitig sind die Zinsen der Bankkredite, über die viele Verleiher ihre Wagen finanzieren, gestiegen.

Europcar-Chef Roland Keppler erklärte gegenüber dem “Hamburger Abendblatt”, dass die Branche. die seit Jahren unter einem “ungesunden Preisverfall” gelitten habe, nun Preiserhöhungen von durchschnittlich 10% anpeile. Keppler zufolge müsse man zukünftig die Autos werthaltiger vermarkten. Europcar selbst hat seinen Fuhrpark bereits von 42.000 Wagen auf 37.000 Fahrzeuge reduziert und auch die Preise erhöht. Während ein VW Golf vor einem Jahr noch 99 Euro pro Tag kostete, muss der Kunde heute 109 Euro pro Tag zahlen, berichtet das “Hamburger Abendblatt”.

Auch Branchenprimus Sixt hat dem Bericht zufolge bereits seine Preise für Privatkunden erhöht und plant auch einen Preisanstieg von bis zu 10% für Geschäftskunden. Sixt begründet die Preiserhöhung mit einem deutlichen Anstieg der Kosten für den Fuhrpark, der eine Preisanpassung erforderlich mache.

Experten erwarten, dass sich der seit Jahren schrumpfende Markt weiter verkleinert. Vor 10 Jahren gab es in Deutschland noch 800 Mietwagenanbieter, heute nur noch 500. Keppler rechnet damit, dass letztendlich nur die vier großen Anbieter übrig bleiben werden.

(Quelle: www.geldio.de)

Sixt vermietet als europaweit erster Anbieter auch Elektroautos

Dienstag, 11. August 2009

München/Kopenhagen — Der Autovermieter Sixt hat als nach eigenen Angaben europaweit erster Anbieter künftig auch Elektrofahrzeuge im Angebot. Sixt habe seine Flotte in Dänemark um Elektroautos erweitert, teilte das Unternehmen am Montag in München mit. Bei den Fahrzeugen handle es sich um einen Kleinwagen des französischen Herstellers Citroën mit einer Reichweite von 100 Kilometern und einer Höchstgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern. Damit seien die Autos gut für den Stadtverkehr und kurze Überland-Strecken geeignet.

 (Quelle: www.google.com)

Gewerbliche Kfz-Zulassungen im Minus

Montag, 10. August 2009

Der Boom auf dem deutschen Auto-Markt geht vollständig auf das Konto der Privatkunden. Die von der Umweltprämien-Regelung ausgenommenen gewerblichen Zulassungen sind hingegen im Sinkflug. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr laut dem Verband markenunabhängiger Fuhrparkunternehmen (VMF) 735 000 Kraftfahrzeuge auf Fuhrparks, Autovermieter und Händler neu zugelassen, über 20 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Auf dem Privatmarkt stiegen die Neuzulassungen im gleichen Zeitraum um 101 Prozent auf 1,34 Millionen Fahrzeuge.

(Quelle: www.motor-traffic.de )