Der rebellische Herr Sixt

24. August 2010

Erich Sixt ist mit seiner Autovermietung wieder auf die Erfolgsspur eingebogen. Gleichwohl hadert der knorrige Unternehmer mit dem Staat, den Aktionären und sogar mit manchem Großkunden

Einer der erfolgreichsten deutschen Unternehmer ist mit 66 Jahren kämpferisch wie eh und je. Erich Sixt will gegen die beschlossene Umstellung der Rundfunkgebühren von einer Abgabe pro Gerät auf Entgelte pro Haushalt und je Geschäftsfahrzeug vorgehen. Die Vorlage seiner Quartalsergebnisse würzt Sixt mit einer Ankündigung. Deutschlands Autovermieter Nummer eins droht mit einer Verfassungsklage.

Sixt wurmt es, dass der Fahrer eines Mietwagens ein zweites Mal an die Gebühreneinzugszentrale GEZ zahlen soll, obwohl er für sein eigenes Firmenfahrzeug bereits monatlich 5,99 Euro abliefern muss. Zumal die Gebühren für die Autos in der Regel zusätzlich zur Abgabe für einen Haushalt geleistet werden.

Der Mietwagen-Unternehmer sieht gute Chancen für eine Verfassungsklage noch aus zwei anderen Gründen: Erstens muss die Gebührenänderung ertragsneutral erfolgen. Sixt hat aber auf der Basis öffentlich zugänglicher Statistiken ausgerechnet, dass die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten durch die Änderung des Gebührensystems Mehreinnahmen “von mehr als 1,2 Milliarden Euro pro Jahr” erhalten werden.

Keine Gleichbehandlung

Dabei sei der ebenfalls geplante Beitrag für Betriebsstätten noch nicht eingerechnet. Er wird den Anstalten laut dem Autovermieter mindestens einen weiteren dreistelligen Millionenbetrag bringen. Es stimme daher nicht, wenn ihm die Mitglieder der Rundfunkkommission der Länder mitteilen, die finanziellen Auswirkungen der im Juni beschlossenen Reform könnten noch nicht ermittelt werden. Erich Sixt sagt: “Dies ist Unfug.”

Der Unternehmer aus Pullach bei München will seine Verfassungsklage zweitens darauf stützen, dass die neue Form der Rundfunkfinanzierung praktisch nicht umsetzbar sei. Zwar werde es gelingen, alle Haushalte zu erfassen und so auch die bisherigen Schwarzseher zur monatlichen Fernsehgebühr von 17,98 Euro heranzuziehen.

Bei den gewerblich genutzten Autos sei eine vollständige Erfassung jedoch nicht möglich. Dies gelte besonders dann, wenn Fahrzeuge sowohl privat als auch gewerblich genutzt werden. Da seine Mietwagen durchgängig als gewerbliche Fahrzeuge laufen, vermisst Sixt hier die Gleichbehandlung. Bei Sixt geht es um “einige Millionen Euro” an Rundfunkgebühren.

Rückkauf von Aktien

Nicht nur mit den Politikern hadert der knorrige Unternehmer, der 1969 in eine Firma mit 200 Mietwagen einstieg und aktuell 62.800 Fahrzeuge in seiner Flotte hat. Der Mehrheitseigner der SixtAG ist auch auf Kapitalgeber nicht sonderlich gut zu sprechen.

Die Fragen der Journalisten seien deutlich intelligenter als die der Aktionäre bei der Hauptversammlung, lästert Sixt. In seiner Telefonkonferenz erklärt er auch, warum die Sixt AG demnächst vier Prozent ihres Aktienkapitals zurückkaufen wird. Den Aktienkurs bei 22,50 Euro findet er extrem niedrig, die Marktkapitalisierung entspreche gerade einmal dem Buchwert des Unternehmens. Da biete sich ein Rückkauf geradezu an. So lasse sich das Ergebnis pro Aktie verbessern.

An diesem trüben Sommertag immerhin honorierte die Börse das Wirken von Erich Sixt. Der Aktienkurs machte zwar keinen Sprung, setzte sich aber mit einem Plus von knapp drei Prozent an die Spitze der Werte im SDax, dem Börsenindex für 50 kleinere Unternehmen (“Small Caps”). Dazu mögen auch die jüngsten Geschäftszahlen beigetragen haben, die Sixt vorzuweisen hat.

Auch manche Kunden schlecht gelitten

Die Sixt AG partizipierte am wieder auflebenden Geschäftsreiseverkehr mit einem Konzernergebnis vor Steuern von 34,8 Millionen Euro. Das war im Halbjahr bereits doppelt so viel wie im gesamten Krisenjahr 2009. Seine Zuversicht stützt Sixt auf den Trend beim Umsatz: Der stieg im zweiten Quartal deutlich stärker als in den drei Monaten davor. Dennoch warnt Sixt vor zu viel Optimismus: Im übrigen Europa laufe es noch längst nicht so gut wie in Deutschland.

Nicht nur auf Rundfunkpolitiker und Börsianer ist der nach wie vor sehr munter wirkende Sixt sauer. Auch manche Kunden mag er nicht. Von einigen hat er sich sogar getrennt: “In nicht unerheblichem Umfang haben wir Kunden nicht mehr bedient.” Für Sixt hört die Freundschaft auf, wenn er nur Umsatz macht, aber keinen Gewinn. So war es zuletzt bei der amerikanischen Armee, der Sixt bisher für 20 Millionen Euro jährlich Autos vermietete. “Hier haben wir die Niedrigpreispolitik nicht mitgemacht.”

(Quelle: sueddeutsche.de)

Bei Sixt geht es wieder aufwärts

24. August 2010

Sixt spürt nach einem schwierigen Jahr 2009 wieder eine deutliche Belebung des Geschäfts. Der Aufschwung lässt die Zahl der Geschäftsreisenden wachsen und beschert damit auch Deutschlands größtem Autovermieter wieder höhere Gewinne

„Allerdings sind wir noch nicht da, wo wir es uns vorgenommen hatten“, sagte Firmenchef Erich Sixt in Pullach. Im ersten Halbjahr verbuchte der Konzern unter dem Strich einen Gewinn von 25,7 Millionen Euro. In der gleichen Vorjahreszeit hatte das Unternehmen noch einen Verlust hinnehmen müssen. Der Umsatz ging zwischen Januar und Juni allerdings um 3 Prozent auf 759,6 Millionen Euro zurück. Grund ist die eingeschlagene Strategie, „der Steigerung der Ertragskraft Vorrang vor Volumenwachstum zu geben“.

(Quelle: suedkurier.de)

Elektromobilität: Tata will zwei Elektroautos in Europa auf den Markt bringen

24. August 2010

Elektroautos aus Indien auf Europas Straßen – das soll in Kürze wahr werden. Der indische Autohersteller Tata Motors will in den kommenden Monaten gleich zwei Elektroautos, einen kleinen Pkw und einen Lieferwagen, in Großbritannien und Skandinavien auf den Markt bringen

Der indische Autohersteller Tata Motors will zwei Elektroautos in Europa auf den Markt bringen. Bei den Fahrzeugen handelt es sich um einen Pkw und einen Lieferwagen. Sie sollen zuerst in Großbritannien erhältlich sein, berichtet die indische Tageszeitung The Hindu.

Kredit aus Großbritannien

Die beiden Modelle Indica Vista und Ace sollen bereits im September oder Oktober in Großbritannien erhältlich sein, sagte Ravi Kant, Vizechef von Tata Motors, der Zeitung. Die nächste Station seien die skandinavischen Länder. Großbritannien hatte Tata einen Kredit für die Entwicklung des Indica Vista gewährt. Skandinavien eigne sich, weil diese Länder zu Elektroautos tendierten und bereits entsprechende Infrastrukturen einrichteten, sagte Kant.

Der Indica Vista ist ein Kleinwagen, der Ace ein Kleinlieferwagen. Beide Fahrzeuge gibt es bereits mit einem Verbrennungsmotor. Nun will Tata Motors, eine Tochter des indischen Mischkonzerns Tata, sie auch als Elektroautos vermarkten. Über einen Preis machte Kant keine Angaben.

Derzeit testet die US-Post den elektrisch angetriebenen Ace.

(Quelle: golem.de)

E-Mobilität: Deutsche Bahn düpiert Autobranche

24. August 2010

Die Bahn besetzt die Zukunftsmärkte der Autobranche in Deutschland: Der Schienenkonzern baut zurzeit die größte Flotte von Elektroautos bundesweit auf und integriert sie in sein Carsharing-Angebot

“Wir wollen in einem Jahr zehn Prozent unserer Leihwagen elektrisch betreiben”, sagte Rolf Lübke, Chef des Automobilfuhrparks der Bahn, der FTD. Derzeit bietet das Unternehmen 2000 Fahrzeuge zur Kurzzeitmiete an, die Zahl steigt ständig.

Zeitgleich mit der Elektro-Offensive sichert die Bahn ihre Dominanz im stark wachsenden Carsharing-Markt gegen Vorstöße der Autohersteller ab. So verhandelt der Konzern nach Lübkes Angaben mit Daimler  und Peugeot  darüber, dass die beiden Autobauer ihre neuen Leihangebote Car2go und Mü in das Carsharing-System der Bahn integrieren. Damit könnte sie verhindern, dass Car2go und Mü zu ernsthaften Rivalen ihrer Carsharing-Marke Flinkster werden.

Beim Carsharing melden sich Kunden dauerhaft an und können in ihrer Nähe stundenweise Autos buchen. Anders als Autovermietungen setzt das System Anreize für möglichst kurze Mietzeiträume.

E-Autos wie Carsharing gelten als Schlüsselelemente künftiger Mobilitätsangebote. Die Autohersteller reagieren auf beide Trends, indem sie E-Autos bauen – und indem sie sich teils selbst von Produzenten zu Anbietern ganzer Mobilitätsketten wandeln wollen. Die Bahn hat bei der Umsetzung dieses Konzepts in Deutschland als Betreiberin von Zügen, Bussen und herkömmlicher wie auch elektrischer Carsharing-Autos aber einen deutlichen Vorsprung – den sie nun ausbaut.

Im Gegensatz zu den Absätzen der Hersteller und zum Geschäft der Autovermieter boomt Carsharing seit Jahren: Die Kurzzeitmiete ist zwar noch ein Nischenmarkt mit weniger als 100 Mio. Euro Umsatz und 170.000 Nutzern. Laut der Beratungsfirma Frost & Sullivan dürfte sich die Zahl der Carsharer bis 2016 aber auf fast 1,2 Millionen versiebenfachen. Sollte der Trend stärker politisch unterstützt werden als bisher, könnten es sogar 2,1 Millionen sein. Gestützt wird das Wachstum dadurch, dass junge Großstädter oft kein Auto mehr besitzen. Zudem nutzen Firmen die Angebote zunehmend, um eine Bedarfsreserve an Fahrzeugen zu haben.

Lübke, der mit der Bahn-Autoflotte insgesamt rund 300 Mio. Euro Umsatz verantwortet, bezifferte den Erlös des eigenen Mietangebots auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Mit bis zu zehn Prozent Rendite sei es “hoch profitabel”.
Der Ausbau der E-Auto-Flotte der Bahn wird durch Fördergelder der Bundesregierung begünstigt: “Wir wollen möglichst viel fördern lassen, bevor die Mittel aus dem Konjunkturpaket weg sind”, sagte Lübke. Die Gelder finanzieren etwa die Hälfte der Kosten von 25.000 Euro, die zum Beispiel für die Umrüstung eines Citroën C1 auf Batteriebetrieb anfallen.

Wo das Problem für die Bahn liegt
Die geringe Reichweite der Autos von teils nur gut 100 Kilometern stört die Bahn nicht, da die Fahrzeuge nur zur Verlängerung von Reisen in Ballungsräumen dienen sollen. Längere Strecken sollen die Kunden mit dem Zug zurücklegen. Für die Bahn haben die E-Autos noch einen Vorteil: Der Strom kommt günstig vom eigenen Versorger DB Energie.

Für die Autobauer ist die Kooperation mit der Bahn dagegen zweischneidig. Einerseits hoffen sie, künftige Kunden von ihren Batterieautos zu überzeugen. Die bei Flinkster eingesetzten Elektro- und Hybridvarianten des BMW Mini, Mercedes Smart, Toyota Prius (plug in), Citroën C1, Peugeot iOn sind noch nicht im Handel, sodass das Carsharing ein willkommener Realitätstest ist. Andererseits machen die Hersteller damit die Bahn in einem Markt noch stärker, den sie als ihren eigenen begreifen. Ein Verbund von Daimler und Peugeot mit der Bahn würde die Ambitionen weiter ausbremsen.

Daimler probiert Car2Go zurzeit in Ulm aus: Hier stehen herkömmliche Smarts überall in der Stadt und können spontan ausgeliehen werden. Von den 170.000 Einwohnern sind schon knapp 20.000 registriert. Demnächst soll das Konzept auch in einer Metropole getestet werden. Peugeot versucht mit Mü ebenfalls, Großstädter an die Marke zu binden. Noch 2010 soll das Leihsystem auch in München und Hamburg starten. Speziell im Segment der E-Autos zeigt der Vermieter Europcar Ambitionen: Die Firma hat bei Renault 500 E-Autos bestellt, die ab Herbst 2011 über Europa verteilt werden.

Bis dahin will die Bahn ihren Vorsprung in Deutschland ausbauen. Bisher zeige sich, dass die E-Autos ebenso robust seien wie normale, so Lübke. Zudem akzeptierten die Kunden, dass die höheren Kosten der Autos zu teureren Gebühren führten.
Die Bahn ist auch in der Schweiz und den Niederlanden ein großer Carsharing-Anbieter. Europaweit verleiht sie gut 4500 Pkw. Zudem vermietet sie unter der Marke Call a Bike insgesamt 6000 Fahrräder.

(Quelle: ftd.de)

Sixt startet mit Pedelec und E-Bike Mietservice

23. August 2010

 

Wie auf dem Sixblog  zu lesen ist, bietet Sixt in den kommenden 90 Tagen E-Bikes und Pedelecs zum Mieten an. Die Aktion gilt für Köln und München and jeweils einer Station. Zur Auswahl stehen dabei 3 Pedelecs. Unter anderem das stylische A2B – Hybrid Bike. Angaben über einen Verlängerung des Angebots oder ausweitung  auf weitere Standorte wurden nicht gemacht. Folgende Räder sind derzeit zur Miete verfügbar:  

  • Helkama Jopo Electro – leichtes, kompaktes Kult-City-Pedelec
  • A2B Hybrid Pedelec – stylisches, hochwertiges urbanes Pedelec
  • A2B Metro Leichtmofa – Design & Power – 20km/h mit Gas, 35km/h mit Treten

Die Räder kosten 6 Euro/h oder 18 Euro für den ganzen Tag. Sixt wirbt mit Slogens wie etwa “Mit Kilowatt gegen Kilogramm” und möchte damit die Unweltfreundlichkeit hervorheben.

(Quelle: pedeleconline.de)

Autovermieter Hertz überrascht auf positiver Weise

17. August 2010

Hertz kann auf ein sehr gutes 2. Quartal 2010 zurückschauen. Die Nachfrage seitens der Firmenkunden stieg, sodass der Autovermieter unverhofft gut verdienen konnte. Dabei konnte Hertz seine Prognosen verifizieren.

Trotz steigenden Umsatzes und bereinigten Gewinns verbucht Hertz einen Fehlbetrag

Nach Angaben des Unternehmens erhöhte sich der Umsatz im letzten Quartal um etwa 7 % auf 1,9 Milliarden Dollar. Ferner ergab sich ein bereinigter Gewinn in Höhe von 14 Cent pro Aktie. Jedoch verzeichnete Hertz einen Fehlbetrag in Höhe von fast 25 Milliarden Dollar bzw. sechs Cent pro Aktie.

Die Prognose für das Gesamtjahr 2010

Hertz will im gesamten Jahr einen Umsatz in Höhe von 7,5 Milliarden Dollar bis 7,7 Milliarden Dollar erreichen. Außerdem soll der bereinigte Gewinn zwischen 43 Cent pro Aktie sowie 45 Cent pro Aktie liegen. Weiterhin sank der Aktienkurs des Autovermieters im nachbörslichen Handel.

Der Kampf um den Wettbewerber Dollar Thrifty

Aktuell kämpfen Hertz sowie der Konkurrent Avis um den Wettbewerber Dollar Thrifty. Dieser traf schon eine feste Kaufvereinbarung mit dem Autovermieter Hertz, welcher das Unternehmen auf etwa 1,4 Milliarden Dollar beziffert. Weiterhin hat Dollar Thrifty eine höhere Offerte von Avis abgelehnt, weil nach Aussage von Dollar Thrifty ein höheres Angebot keine Kompensation für die Unsicherheit eines Geschäftsabschlusses sei. Seitens des Kartells ist es nicht sicher, ob der Kauf durch Avis in die Realität umgesetzt werden kann.

(Quelle: finanzwirtschafter.de)

Opel leiht Hochwasser-Opfern kostenlos Ersatzautos

17. August 2010

Opel leiht den Opfern der Hochwassergebiete in Ostdeutschland drei Wochen lang ein Ersatzauto. Damit solle die betroffene Bevölkerung wenigstens für die nächste Zeit mobil bleiben, teilte Opel am Dienstag mit. Das Angebot, sich bei einem Opel-Händler kostenlos ein Auto auszuleihen, gelte ab sofort

Die Hochwasser-Geschädigten in Ostdeutschland können auf Hilfe durch Opel setzen. Der Autobauer kündigte am Dienstag an, drei Wochen lang kostenlos den Betroffenen ein Ersatzfahrzeug zur Verfügung zu stellen. Dazu reiche eine Bescheinigung der örtlichen Hilfsdienste.

Das Angebot, sich bei einem Opel-Händler kostenlos ein Auto auszuleihen, gelte ab sofort, erklärte Opel. “Viele Menschen in den betroffenen Gebieten in Ostdeutschland sind für ihre täglichen Besorgungen, für den Weg zur Arbeit oder den Transport der Kinder zur Schule dringend auf Mobilität angewiesen. Da wollen wir unterstützen.“ sagte Imelda Labbé, Verkaufsleiterin in Deutschland.

Betroffene können sich über die Hotline (0180 55510) oder bei einem der Opel Händler in den Regionen melden. Ein Ersatzwagen werde dann von den Opel-Partnern vor Ort unbürokratisch gehandhabt, betonte Opel. Es genüge eine Bestätigung von den örtlichen Hilfsdiensten wie THW, Polizei, Feuerwehr oder von der Gemeindeverwaltung, dass das eigene Fahrzeug aufgrund von Hochwassereinfluss nicht fahrbereit sei.

(Quelle: automobilwoche.de)

Benelux-Länder – Beste Rückwärtseinparkerin gesucht

17. August 2010

Gewinnerin darf während einem Jahr kostenlos einen Mercedes SLK fahren

Wird eine Luxemburgerin zur besten Rückwärtseinparkerin der Benelux-Länder? Diese Frage wird am 17. September in Antwerpen beantwortet. Das Mietwagenunternehmen Hertz organisiert in der belgischen Hafenstadt einen Wettbewerb im Rückwärtseinparken. Teilnehmen dürfen luxemburgische, belgische sowie holländische Frauen.

Die Teilnehmerinnen müssen einen Wagen so schnell wie möglich in einer kleinen Parklücke abstellen. Die Gewinnerin darf während einem Jahr kostenlos einen Mercedes SLK fahren.

Die Einschreibefrist für den Wettbewerb endete am 31. August. Das Mietwagenunternehmen Hertz verspricht sich laut eigenen Angaben vom Wettkampf, dass das Klischee widerlegt wird, dass “Frauen eine Gefahr auf der Straße darstellen”.

(Quelle: wort.lu)

Automobilkonzerne entdecken Car-Sharing

17. August 2010

Studie rechnet bis 2016 mit einer Versechsfachung der Nutzer
 
Es ist Bewegung in der deutschen Carsharing-Branche: 2009 wuchs die Zahl der bundesweiten Nutzer um 15,3 Prozent auf knapp 160.000 – Tendenz stark steigend, wie eine Studie prognostiziert. Jetzt entdecken Automobilkonzerne das alternative Mobilitätangebot als ideale Werbung. Nach einer Pilotphase in Ulm will Daimlertochter “car2go” ihr Angebot in deutschen Ballungsräumen platzieren. Doch die Konkurrenz ist schon da.

Im Mai startete mit dem Verleihservice “Mu by Peugeot” in Berlin ein weiterer Hersteller ein Carsharing-Angebot in abgewandelter Form. Erste Besonderheit: Kunden zahlen vorab wie beim Prepaid-Mobilfunkvertrag. Nach dem Kauf von virtuellen Mobilitätspunkten kann das Wunsch-Fahrzeug bei einem von vier Händlerstandorten abgeholt und genutzt werden. Zweite Besonderheit: Für 5 bis 120 Euro pro Tag gibt es eine Auswahl vom Fahrrad über Motorroller und Sportwagen bis zum Transporter zu leihen.

Nach den ersten drei Monaten sei man mit der Nachfrage des mit 40 Pkw relativ kleinen Fuhrparks zufrieden, sagt Sprecher Oliver Kurz. So zufrieden, das noch in der zweiten Jahreshälfte das Angebot auf Städte wie Hamburg oder München ausgeweitet werden soll. Kurz lobt besonders die Möglichkeit, durch das Angebot die unterschiedlichsten Peugeot-Modelle im Alltag zu testen. “Wir haben sogar den neuen Sportwagen RCZ im Programm”, ergänzt er. Ab Ende des Jahres sollen Kunden der Mischform aus Autovermietung und Carsharing erstmals auch das vom Konzern entwickelte Elektroauto Ion ausleihen können.

Unterschiedliche Modelle im Alltag testen

Elektroautos anderer Hersteller können Kunden schon heute beim nach eigenen Angaben bundesweit größten Carsharing-Anbieter testen. 1.200 Fahrzeuge hat das jüngst in Flinkster umbenannten Angebot der Deutschen Bahn insgesamt, 35 davon sind Elektromodelle. “Unser Ziel ist, dass zehn Prozent unserer Kunden CO2-frei unterwegs seien können”, sagt Rolf Lübke, Geschäftsführer der DB Rent GmbH.

Da die Zahl der bundesweiten Car-Sharing-Nutzer jedes Jahr im zweistelligen Prozentbereich zulegt, glaubt er fest an ein kontinuierliches Wachstum des Marktes. Die im Februar veröffentlichte, ausgesprochen positive Prognose der weltweit tätigen Unternehmensberatung Frost & Sullivan hält Branchenkenner Lübke für “realistisch”.

Die Studie ergab, dass sich die Zahl der Nutzer in Deutschland in den kommenden fünf Jahren von aktuell etwa 160.000 auf 1,1 Millionen mehr als versechsfachen könnte. Schon jetzt sei Deutschland der größte Car-Sharing-Markt Europas, heißt es weiter. Ein Markt, der auch nach Ansicht der Unternehmensberater künftig von Konzernen aufgerollt werden könnte. “Währenddessen rüsten Automobilhersteller gegen die unvermeidliche Bedrohung durch Car-Sharing-Initiativen, indem sie sich zu Service-Anbietern entwickeln”, beschreibt das Papier von Frost & Sullivan dieses Szenario.

Deutschland als größter Car-Sharing-Markt

Willi Loose, Geschäftsführer des Bundesverbands Carsharing, beobachtet die Bemühungen von Peugeot und Daimler wohlwollend. “Wir sind über jeden froh, der das Konzept marktfähig macht”, sagt er. “Am Ende entscheiden ohnehin einzig die betriebswirtschaftliche Zahlen über die Fortführung oder Einstellung dieser Ansätze.” Negativbeispiel aus der Vergangenheit sei der Konzern Shell, der sich 2006 nach drei Jahren Testphase aus dem Markt zurückgezogen und die eigens gegründete Firma Shell-Drive an den niederländischen Konkurrenten Greenwheels verkauft hatte.

Daimler-Tochter “car2go” ist hingegen auf Wachstumskurs. Nachdem von März 2009 bis heute allein in Ulm rund 19.500 Mitglieder geworben wurden, will das Unternehmen in Kürze weiter expandieren. “Wir wollen auf den Markt”, betont Sprecher Andreas Leo, “auch weil wir sehen, dass man neben dem Werbeeffekt damit Geld verdienen kann.” Wie viel will er nicht sagen.

Bis Ende 2010 soll die Zahl der Fahrzeuge von 200 auf 300 erhöht und die Dienstleistung auf eine Stadt mit “mehr als 500.000 Einwohnern” übertragen werden. Das muss keine europäische Stadt sein. Parallel testet “car2go” sein Geschäftsmodell schon im texanischen Austin.

Info – Klares Prinzip
Der Begriff Carsharing bezeichnet die durch ein Unternehmen organisierte gemeinschaftliche Nutzung eines oder mehrerer Autos. Nach verschiedenen Pilotprojekten in den 60er und 70 er Jahren in Frankreich und den Niederlanden starteten mehrere kleinere Firmen mit dem bis heute lediglich verfeinerten Geschäftsmodell: registrierte Kunden nutzen ein öffentlich zugängliches Fahrzeug gemeinsam. Abgerechnet wird wahlweise per Pauschale, Dauer und oder gefahrenen Kilometern.

(Quelle: nw-news.de)

Milliarden mehr für ARD und ZDF?

17. August 2010

Laut der FDP wird sich die GEZ-Reform 2013 für ARD und ZDF auszahlen: Sie können dann mit 1,6 Milliarden Euro mehr rechnen

Die Gebührenreform, die 2013 die GEZ-Kosten durch eine pauschale Haushaltsabgabe ersetzt, kann laut FDP-Medienexperte Burkhardt Müller-Sönksen deutliche Mehreinnahmen für ARD und ZDF bedeuten. Gegenüber BILD sagte Müller-Sönksen: “Das Plus dürfte bei 1,2 bis 1,6 Milliarden Euro pro Jahr liegen.”

Aktuell droht die FDP mit einer Verfassungsklage gegen die geplante Pauschal-Gebühr, durch die jeder deutsche Haushalt zahlen müsste – unabhängig davon, ob er ein Gerät zum Empfang von TV, Radio oder Internet besitzt. Müller-Sönksen: “Sollte es zu unbilligen Mehrfachbelastungen kommen, prüfen wir eine Klage beim Bundesverfassungsgericht.” Die neue Haushaltsabgabe belastet besonders Unternehmen zusätzlich, durch die Verbraucher indirekt wieder mehr zahlen müssten – beispielsweise in Hotels oder bei Dienstwagen.

Die Mietwagen-Verleihungsfirma Sixt fordert daher ebenso Änderungen bei der geplanten Gebühr: “Der Politik ist klar, dass wir derzeit unverhältnismäßig hoch belastet werden. Sie hat uns deshalb versprochen, dass die Rundfunkgebühr für Mietwagen abgeschafft wird. [...] Die Leidtragenden sind letztlich unsere Kunden, die sowohl privat als auch als Mietwagennutzer zur Kasse gebeten werden.”, so der Chef der Sixt-Rechtsabteilung, Andrew Mountstephens, gegenüber BILD.

(Quelle: quotenmeter.de)